Gestern waren wir an einem Familienfest in Schmerikon am Oberen Zürichsee, dort wo die Linth in den See fliesst. Eine ziemlich schönes Stückchen Erde. Wir haben dort zu Mittag gegessen.

Die ganze Zeit haben wir uns gefragt, ob wir lieber über den Pragelpass, der seit Kurzem wieder offen ist, oder über die Sattelegg zurück nach Hause fahren wollen. Schliesslich haben wir uns für die Sattelegg entschieden. Bisschen weniger weit, bisschen weniger hoch, denn bis wir los gefahren sind, war schon etwa drei Uhr am Nachmittag.

Der Aufstieg von Galgenen zur Sattelegg ist gleich von Anfang an ziemlich steil, aber auch recht schön, man ist sofort raus aus den Häusern und es hat auch keine Autos. Nach etwa einem Drittel des Aufstiegs, dort wo der Chratzerlibach in die Wägitaler Aa fliesst, biegt man rechts ab richtung Sattelegg. Da hörten wir es zum ersten mal. Es kam etwas auf uns zu. Erst weit weg, dann immer näher. Und als wir aus dem Wald raus kamen, sahen wir es auch…

Ein beeindruckender Vorhang, oder? Der Regen macht uns wenig aus, aber das Gewitter löste ein etwas mulmiges Gefühl aus. Wir fuhren so schnell wie möglich die letzten 500 Höhenmeter zur Passhöhe, in der Hoffnung, dort unter einem Dach unterstehen zu können. Obwohl wir ziemlich nass wurden, haben wir es gerade so geschafft, bevor der Regen so richtig los ging. Und ich glaube, dass wir in dieser Situation am Pragelpass weniger Chancen auf ein Dach über dem Kopf gehabt hätten. Oder?
Oben angekommen haben wir uns ins Restaurant gesetzt. Domi trank einen Espresso, ich futterte sein Guetzli weg.

Im Restaurant hatte es noch einen anderen Gümmeler, der ebenfalls darauf wartete, dass das Wetter sich beruhigte. Er war von Wilerzell her aufgestiegen, also genau in unsere Gegenrichtung. Wie sich später herausstellte, kannten Domi und er sich von früher: Er vor etwa 25 Jahren Domis Deutschlehrer 🙂
Nach etwa einer halben Stunde war das Gewitter weiter gezogen und wir machten uns wieder auf den Weg. Auf dem warmen Asphalt verdunstete der Regen sehr schnell, guck mal!

Nach einer vorsichtigen Abfahrt waren wir dann sehr schnell in Einsiedeln und kurze Zeit später auch auf dem Raten. Dieser ist von Biberbrugg her ziemlich locker.

Für die Abfahrt nach Oberägeri haben wir zum ersten Mal nicht die Hauptstrasse genommen. Das war eine gute Entscheidung! Der Weg war sehr gut, schön und ohne Autos. In Zukunft werden wir wohl häufiger diesen Weg nehmen.
Danach war es nicht mehr weit. Den Weg vom Ägerisee kennen wir inzwischen sehr gut. Eine lockere Abfahrt und dann waren wir auch schon zu Hause. Gleichzeitig wie der Rest der Familie.
Wir haben 71km und fast 1200 Höhenmeter gemacht. Eine spannende Tour, und nur dreimal wurden wir verregnet 😉








Wir haben in 8 Stunden und 20 Minuten 225 Kilometer mit 1050 Höhenmetern gemacht.